WohnPerspektiven
Zeitraum: seit 2010 - 2013 laufend
Auftraggeber: Caritasverband für die Diözese Münster e.V.
Evaluation | Forschung | Moderation und Steuerung | Wohnungslosigkeit
Zur Effektivierung von Wohnungsnotfallhilfen für junge Menschen entwickelt, erprobt und implementiert das Projekt WohnPerspektiven in drei ländlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen (Kreis Borken, Kreis Kleve, Kreis Wesel linksrheinisch) konkrete Hilfen und Maßnahmen sowie kooperative Verfahrensstrukturen. Das Sozialministerium NRW fördert das Projekt als Modellprojekt im Rahmen des Aktionsplans gegen Obdachlosigkeit. StadtRaumKonzept begleitet diesen dreijährigen Entwicklungsprozess als sozialwissenschaftliche Assistenz.
Zu den Aufgaben der sozialwissenschaftlichen Assistenz im ersten Projektjahr gehören die Entwicklung und Operationalisierung der Ziele sowie der Projekt- und Kommunikationsstrukturen, die Konzeption und Begleitung der Bestandsaufnahme der örtlichen Akteursstruktur und der zielgruppenspezifischen Bedarfsanalyse, die durchführung von qualitativen Interviews mit Schlüsselakteuren an der Schnittstelle Jugendhilfe/ Wohnungsnotfallhilfe sowie die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse in je einem Bericht je Kreis. In allen drei Kreisen werden außerdem akteursübergreifende Dialogveranstaltungen den Prozess begleiten. StadtRaumKonzept unterstützt die örtlichen Akteure in der Entwicklung und Auswertung der Veranstaltungen.
Im Projektverlauf werden die Entwicklung weiterer Methoden zur Unterstützung des Entwicklungsprozesses sowie die Evaluation des Projektverlaufes im Mittelpunkt der sozialwissenschaftlichen Assistenz stehen.
Links: Website WohnPerspektiven
Forschungsbegleitung 'Integration und Stadtteilpolitik'
Zeitraum: seit 2009 - 2012 laufend
Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Forschung | Moderation und Steuerung
Im ExWoSt-Forschungsfeld „Integration und Stadtteilpolitik“ wird die Verknüpfung von stadtteilbezogenen handlungsorientierten Konzepten und gesamtstädtischen, strategischen Integrationskonzepten an sechs verschiedenen Modellkommunen getestet. Kriterien für die Auswahl der Modellkommunen Hamburg-Nord, Jena, Mülheim an der Ruhr, Nürnberg, Trier und Quakenbrück waren u.a. ihre Lage, Größe und Struktur um verschiedenste Rahmenbedingungen abzudecken und Erkenntnisse für Kommunen mit unterschiedlichen Voraussetzungen ableiten zu können.
Das Forschungsinteresse richtet sich auf drei Bereiche:
- Die vertikale Verknüpfung zwischen Stadtteil- und gesamtstädtischer Ebene
- Die horizontale Vernetzung auf beiden Ebenen (Akteursnetze, Einbindung anderer Förderprogramme, Integration als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung)
- Beteiligung von Migranten und Migrantenorganisationen
Unter Leitung der StadtRaumKonzept GmbH hat die Forschungsbegleitung gemeinsam mit dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH die Aufgabe, die Prozesse in den Modellkommunen in Bezug auf diese drei Forschungsbereiche in den Phasen Bestandsaufnahme, Zielentwicklung, Umsetzung und Reflektion zu beobachten und zu analysieren, aber auch als unterstützender Berater zu fungieren. Ziel sind Erkenntnisse darüber, wie gesamtstädtische Integrationskonzepte auf den Stadtteilkontext angepasst werden können, damit konkrete stadtteilbezogene Maßnahmen entstehen und durchgeführt werden können. Im Rückschluss sollen die Erfahrungen mit (sozial-)raumbezogenen Maßnahmen zur Integrationsförderung auch die strategischen Diskussionen auf kommunaler Ebene weiterentwickeln. Abschließend werden Handlungsempfehlungen für Kommunen entwickelt, die als Handreichung veröffentlicht werden.
Die Abschlussveranstaltung findet im ersten Quartal 2012 statt.
Kooperation: ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
Links: BBSR-Website zum Forschungsfeld 'Integration und Stadtteilpolitik'
Vom Brutto zum Netto
Zeitraum: 2012 - 2013 (abgeschlossen)
Auftraggeber: IHK Siegen
Forschung | Industrie & Gewerbe
Gemeinsam mit dem Büro für Gewerbe- und Freiraumplanung, Prof. Dr. Gerd Hennings, ist StadtRaumKonzept durch die Industrie- und Handelskammer Siegen beauftragt worden, in einem wissenschaftlichen Gutachten die Abweichungen zwischen regionalplanerisch gesicherter und tatsächlich gewerblich genutzter Fläche am Beispiel ausgewählter Standorte in der Region Siegen-Wittgenstein und Olpe zu untersuchen.
Forschungsfragen sind dabei u. a.:
- Wie lassen sich die Verluste an ausgewiesenen Gewerbe- und Industrieflächen auf dem Weg vom Regionalplan (Brutto) zum Bebauungsplan (Netto) beziffern?
- Welche Faktoren lassen sich identifizieren, welche den möglichen Ausnutzungsgrad der GIB beeinflussen?
- Wie stellt sich das Verhältnis von überplanter Fläche im Regionalplan, im Flächennutzungsplan und im Bebauungsplan in den Beispielgebieten dar?
- Wie stellt sich das Verhältnis von überbauter Fläche zu genutzten und ungenutzten Freiflächen in den Beispielgebieten dar? Welche Flächenanteile werden dort letztlich für die verkehrliche Erschließung verwendet? Welche Flächen bleiben in den einzelnen Gebieten ungenutzt?
- Gibt es bereits (erprobte) Ansätze, die naturräumlichen Gegebenheiten bei der Berechnung des zukünftigen Gewerbeflächenbedarfs zu berücksichtigen?
- Wie stellt sich die genannte Problemstellung in anderen Teilräumen NRWs dar?
Kooperation: Büro für Gewerbe- und Freiraumplanung
Evaluation REGIONALE 2013 Südwestfalen
Zeitraum: 2011 - 2012 (abgeschlossen)
Auftraggeber: Regionale 2016 Agentur GmbH
Evaluation | Forschung
Das nordrhein-westfälische Strukturförderprogramm REGIONALE will mit Projekten, Ereignissen und Initiativen die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen stärken sowie das Profil und das Image von Regionen schärfen. Im Mittelpunkt steht die Region als attraktiver Lebens- und Arbeitsort.
Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Strukturförderprogrammes steht in 2011 eine Zwischenevaluation der REGIONALEN 2013 Südwestfalen an. Das Evaluationskonzept gliedert sich in drei Bausteine:
- Dokumentenanalyse über Ziel, Aufbau und Handlungsfelder der REGIONALE 2013
- schriftliche Akteursbefragung zu den Themenbereichen
Ausgestaltung der regionalen Kooperation, Projektentwicklung und -umsetzung, Entwicklung des eigenen Regionale-Projektes, Erwartungen an die Regionale 2013, Einschätzungen und Empfehlungen - leitfadengestützte Experteninterviews zur inhaltlichen und qualitativen Vertiefung der schriftlichen Akteursbefragung
Die Begleitforschung erfolgt gemeinsam mit dem ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung. Die StadtRaumKonzept GmbH ist verantwortlich für die Durchführung und Auswertung der schriftlichen Akteursbefragung sowie für die Dokumentenanalyse.
Die Feldarbeit für die schriftliche Befragung findet im September/Oktober 2011 statt.
Kooperation: ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
Links: Programmwebsite der REGIONALEN
Wohnsituation in Quartieren mit Beständen sog. 'Neuer Finanzinvestoren'
Zeitraum: 2011 - 2012 (abgeschlossen)
Auftraggeber: Landtag Nordrhein-Westfalen Enquetekommission 'Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren'
Forschung | Wohnungsunternehmen
Die massiven Transaktionen von Wohnungsportfolios zwischen 2004 und 2008 vornehmlich an europäische und angelsächsische Finanzinvestoren führten zu spürbaren Konsequenzen für die Mieter, deren Wohnquartiere und die Kommunen.
Die Enquetekommission 'Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren' des Landtags NRW hat in diesem Zusammenhang ein Forschungsgutachten vergeben, das anhand von sechs ausgewählten Fallstudien in
- Bielefeld Sennestadt
- Dortmund Westerfilde
- Köln Chorweiler
- Marl Drewer
- Münster Brüningheide
- Neuss Erftstadt
die Entwicklung von Beständen und Quartieren nach Verkauf an Finanzinvestoren analysieren und daraus Handlungsempfehlungen ableiten soll.
Die Analyse erfolgt auf Grundlage einer umfangreichen Bestandsaufnahme unter Anwendung unterschiedlicher quantitativer und qualitativer Erhebungsmethoden. Die Feldarbeit in den Quartieren findet zwischen November 2011 und Februar 2012 statt.
Kooperation: Bergische Universität Wuppertal – Fachgebiet Ökonomie des Planens und Bauens (Prof. Guido Spars)
Links: Website der Enquetekommission
Bestandsanalyse - Freie Industrie- und Gewerbeflächen in Nordrhein-Westfalen
Zeitraum: 2010 (abgeschlossen)
Auftraggeber: NRW.INVEST GmbH
Forschung | Industrie & Gewerbe
Im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW.INVEST, hat StadtRaumKonzept eine Analyse der freien Industrie- und Gewerbeflächen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Dazu wurden sämtliche freie, innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren verfügbare Industrie- und Gewerbeflächen über 1 ha erfasst sowie mittels eines eigens erarbeiteten Bewertungsverfahrens hinsichtlich ihrer (internationalen) Vermarktbarkeit analysiert. Verschiedene Experteninterviews lieferten zudem Einschätzungen zur Gewerbeflächensituation in NRW.
Kooperation: ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Büro für Gewerbe- und Freiraumplanung
Städtebauliche Qualifizierung im Kontext nachhaltiger Gewerbeflächenentwicklung
Zeitraum: 2010 (abgeschlossen)
Auftraggeber: ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
Forschung | Industrie & Gewerbe
Die städtebauliche Qualifizierung älterer bestehender Gewerbegebiete beschäftigt die Gewerbeflächenplanung schon seit längerer Zeit. Unter dem Stichwort „Gewerbeumfeldverbesserung“ haben einige Modellprojekte in den 1990 Jahren eine gewisse Aufmerksamkeit erreicht. Im Zuge der Diskussion um nachhaltige Stadtentwicklung hat das Thema wieder eine größere Bedeutung gewonnen.
Das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) startete im Jahre 2006 das Modellprojekt Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung in NRW. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung durch das ILS haben das Büro für Gewerbe- und Freiraumplanung Prof. Dr. Gerd Hennings und StadtRaumKonzept eine Expertise zur städtebaulichen Qualifizierung bestehender Industrie- und Gewerbegebiete erstellt.
In dem Gutachten wird die Entwicklung der Diskussion um die städtebauliche Qualifizierung bestehender Gewerbegebiete in der Bundesrepublik dargestellt. Es werden anhand von Projekten die grundsätzlichen Überlegungen, Ziele, Maßnahmen beschrieben, Strategien und Handlungsansätze einzelner Bundesländer vorgestellt und die Erfolge und Misserfolge der einzelnen Konzepte erörtert.
Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen des Gutachtens wurden auf dem Workshop „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung in NRW – Eine Bilanz“ am 03.12.2010 in Düsseldorf vorgestellt.
Kooperation: Büro für Gewerbe- und Freiraumplanung
Links: Präsentation | Programm
Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht für das Bergische Städtedreieck
Zeitraum: 2009 - 2010 (abgeschlossen)
Auftraggeber: Bergische Entwicklungsagentur
Forschung | Konzeptentwicklung | Moderation und Steuerung
Neben der Analyse und Prognose der Kreativ- und Kulturwirtschaftspotenziale in den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal wurde mit dem Bericht das Ziel verfolgt, Handlungsempfehlungen zur Stärkung und Weiterentwicklung der betrachteten Wirtschaftsbereiche abzuleiten.
In einem ersten Arbeitsschritt wurde eine quantitative Bestimmung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region auf Basis der Beschäftigtenzahlen, der Betriebszahlen und der Umsatzzahlen durchgeführt. Die Ergebnisse der Analyse wurden räumlich dargestellt. Die Analyse basiert auf der durch die Bundesregierung vorgenommenen Abgrenzung der Branche, identifiziert darüber hinausgehend aber kleinteilige Kernfelder der Branche in der Region.
In einem weiteren Arbeitsschritt wurden vier Workshops zu den Kernfeldern mit Akteuren durchgeführt, um eine genaueres Bild zu erhalten. Dabei wurde auch nach räumlichen Schwerpunkten des Kernfeldes in der Region und nach der erwarteten Entwicklung des Kernfeldes gefragt.
Basierend auf diesen Arbeitsschritten und den durch die Akteure in den Workshops vorgenommenen Einschätzungen und Bewertungen ist ein Abschlussbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region erstellt worden.
Kooperation: IAT Institut Arbeit und Technik
Fortschrittsuntersuchung der ExWoSt-Pilotstädte
Zeitraum: 2008 - 2009 (abgeschlossen)
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Forschung
Zukunft der Städtebauförderung - Regionalworkshops und 2. Kongress
Zeitraum: 2008 - 2009 (abgeschlossen)
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Forschung | Veranstaltungsmanagement | Veröffentlichungen
Im Auftrag des BBR und in Kooperation mit dem ILS hat StadtRaumKonzept im August und September 2008 für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vier Regionalworkshops in Bonn, Hamburg, Cottbus und Nürnberg ausgerichtet, um mit Praktikern der Städtebauförderung aus Städten und Gemeinden, Länderministerien, Verbänden, Stadtteilbüros sowie von Sanierungsträgern über inhaltliche Schwerpunkte, neue Herausforderungen und die Handhabbarkeit des Instrumentariums der Städtebauförderung zu diskutieren.
Vier Themenbereiche standen dabei im Vordergrund:
- Klimaschutz als neue Herausforderung der Städtebauförderung
- Bündelung von unterschiedlichen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten
- Partizipation und Aktivierung von bürgerschaftlichen und privaten Akteuren
- Planungs- und Finanzsicherheit der Kommunen beiStädtebauförderungsprojekten
Unter Teilnahme von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und dem Vorsitzenden der Bauministerkonferenz der Länder, Minister Oliver Wittke, wurden die bisherigen Ergebnisse des Dialogs zur Zukunft der Städtebauförderung schließlich im Rahmen eines zweiten Kongresses am 28. Oktober 2008 in Berlin vorgestellt und kritisch diskutiert. Bei der durch das ILS sowie StadtRaumKonzept inhaltlich vor- und nachbereiteten Veranstaltung wurden wissenschaftliche Befunde zu Erfahrungen, Erfolgen und Wirkungen der bestehenden Programme vorgestellt und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung diskutiert. In zwei Foren standen neue Instrumente ,beispielsweise Stadtentwicklungsfonds, Mikrofinanzmodelle oder Wettbewerbsverfahren, sowie neue Partnerschaften in der Städtebauförderung im Mittelpunkt.
Kooperation: ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
Links: Kongressdokumentation
Materialien: Ergebnisse der Regionalworkshops
Vulnerability to Globalisation - Case Study Ruhr Area
Zeitraum: 2008 (abgeschlossen)
Auftraggeber: Université Libre de Bruxelles
Forschung | Industrie & Gewerbe
Als Unterauftragnehmer der Université Libre de Bruxelles hat StadtRaumKonzept im Jahr 2008 für die Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Union eine Fallstudie zum metallerzeugenden und -verarbeitenden Sektor im Ruhrgebiet durchgeführt, welche Teil einer Studie zur ökonomischen Verletzlichkeit einzelner Regionen gegenüber externen Wettbewerbern in bestimmten Industriebranchen war.
Kern der Fallstudien war die qualitative Beantwortung der Frage, inwieweit und auf welche Weise es einzelnen Regionen und ihren spezifischen Schwerpunktbranchen gelingt, sich an den wachsenden internationalen Wettbewerb anzupassen. Die Fallstudien umfassten dabei sowohl eine Betrachtung in historischer Perspektive als auch eine Beschreibung und Analyse der Strategien privater wie auch öffentlicher Akteure.