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Quartiersmanagement Dortmund-Nordstadt – Inwertsetzung von (Problem)Immobilien

Seit November 2015 arbeitet STADTRAUMKONZEPT – gemeinsam mit der „Stadtteil-Schule e.V.“ und dem Architekturbüro „Redenz“ – im Auftrag der Stadt Dortmund daran, die Wohn- und Lebensbedingungen in den Quartieren der Dortmunder Nordstadt nachhaltig zu verbessern. Finanziert wird das Quartiersmanagement über das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“. STADTRAUMKONZEPT übernimmt dabei die strategische Gesamtsteuerung des Quartiersmanagements und ist vor allem im Bereich der Immobilienaufwertung aktiv.

In den Quartieren zwischen Hafen und Borsigplatz, in denen sich rund 80 Prozent des Wohnungsbestandes in der Hand von privaten, nicht institutionellen Immobilieneigentümer*innen befinden, spielt deren persönliche Ansprache eine entscheidende Rolle. Die Quartiersmanager*innen gehen aktiv auf Eigentümer*innen zu und weisen ihnen den Weg durch die zahlreichen Sanierungs- und Fördermöglichkeiten. Sie betreuen das städtische Förderprogramm für Hof-, Fassaden-, und Lichtgestaltung und koordinieren den Abschluss von Modernisierungsvereinbarungen (für steuerliche Sonderabschreibungen nach § 7h Einkommenssteuergesetz).

Außerdem fördert das Quartiersmanagement den Erfahrungsaustausch zwischen den Immobilieneigentümer*innen, indem regelmäßig geführte Stadtteilrundgänge angeboten und zu kostenlosen Eigentümerforen eingeladen wird. Zusammen mit geladenen Expert*innen informieren die Quartiersmanager*innen hier über ein breites Themenspektrum – von guten Vorbildern der Altbausanierung über den Dortmunder Mietspiegel bis hin zur Streitschlichtung zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen.

Einen Schwerpunkt in der Arbeit stellt der Umgang mit städtebaulichen Problemimmobilien dar. Risse in der Fassade, fehlende Dachziegel, zerbrochene Fensterscheiben, Leerstand – noch gibt es einige solcher Häuser in der Nordstadt. In Abstimmung mit der Stadt Dortmund versuchen die Quartiersmanager*innen, die dahinterliegenden Ursachen in Erfahrung zu bringen und gemeinsam mit den Eigentümer*innen eine Perspektive für die Immobilien zu entwickeln.

Erste Erfolge sind schon sichtbar. Mit Stand 30.06.2019 konnten 36 ehemalige Problemimmobilien saniert werden. Für besonders schwierige Objekte haben die Quartiersmanager*innen die Methode der „Fallkonferenzen“ entwickelt. Unter Einbeziehung der Stadterneuerung, der Bauordnung, der Wohnungsaufsicht, der städtischen Liegenschaften, des Steueramtes und der Stadtkasse werden hier alle zur Verfügung stehenden Instrumente erörtert. Dabei wird auch geprüft, ob städtebauliche Gebote zum Einsatz kommen können (gemäß §§ 175 - 179 Baugesetzbuch).

Darüber hinaus arbeitet das Quartiersmanagement daran, nachbarschaftliche Aktivitäten anzuregen und zu unterstützen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Projekt „Hofmärkte in der Nordstadt“: Seit 2016 öffnen sich einmal im Jahr zahlreiche Innenhöfe der Dortmunder Nordstadt für Nachbarschaft und Gäste. In entspannter und familiärer Atmosphäre kann man hier trödeln und tauschen, ins Gespräch kommen und neue Seiten des Viertels entdecken. Das Quartiersmanagement organisiert und bewirbt die Veranstaltung.

Projektwebsite

Zeitraum

2015 bis 2020

Auftraggeber

Stadt Dortmund

Kooperationspartner

Stadtteil-Schule e. V. (Leadpartner) / redenz . architekten stadtplaner

Leistungen

Gebietsbetreuung und Standortmanagement